18.02.2026
Nach Bekanntgabe der aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik für Bayerns Gastgewerbe meldet sich die Bayerische Tourismusministerin Michaela Kaniber zu Wort. Sie fordert von der Bundesregierung rasches Handeln bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit: "Unsere Betriebe brauchen endlich mehr Spielraum statt starrer Vorgaben. Die Vorschläge der Nationalen Tourismusstrategie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sind absolut richtig. Jetzt müssen das Bundesarbeitsministerium und die Regierungsfraktionen das rasch umsetzen. Weitere Verzögerungen zu Lasten unserer Betriebe sind absolut schädlich."
Gerade im Gastgewerbe entscheide mehr Flexibilität darüber, ob Betriebe Dienstpläne verlässlich gestalten, Personal halten und Arbeit attraktiver machen können. Gleichzeitig eröffne sie auch für Beschäftigte neue Möglichkeiten. "Flexible Arbeitszeiten stärken nicht nur die Betriebe, sie verbessern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mehr Flexibilität ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung dafür, dass unsere Wirtshäuser, Hotels und Restaurants eine Zukunft haben", so Kaniber.
Für die Ministerin sind die Zahlen ein klarer Auftrag an die Politik: "Diese Entwicklung zeigt, wie angespannt die Lage ist. Auf dem Papier steht ein Plus – in der Realität kämpfen viele Betriebe ums wirtschaftliche Überleben. Genau deshalb war die steuerliche Entlastung der Gastronomie wichtig und richtig."
Laut Bayerischem Landesamt für Statistik ist 2025 der nominale Umsatz in Bayerns Gastronomie gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % gestiegen, real ging er jedoch um 1,9 % zurück. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten um 2,3 %. In der Beherbergung zeigt sich ein ähnliches Bild: Auch hier stieg der nominale Umsatz um 2,1 %, real ist er um 0,7 % gesunken. Die Beschäftigtenzahl geht um 2,9 % zurück.
"Wer die Entlastung der Gastronomie infrage stellt, verkennt die Realität in unseren Betrieben. Politik muss Arbeitsplätze sichern und Strukturen erhalten – nicht neue Belastungen schaffen", so Kaniber. Kaniber unterstreicht auch die gesellschaftliche Bedeutung der Branche: "Unsere Wirtshäuser und Restaurants halten Gemeinden zusammen. Sie stiften Gemeinschaft, tragen Kultur und geben dem Ehrenamt ein Zuhause. Wenn die Gastronomie schwächelt, trifft das nicht nur die Wirtschaft, sondern unser soziales Miteinander."
Der Freistaat Bayern setzt sich deshalb konsequent für bessere Rahmenbedingungen ein und unterstützt die Branche weiter aktiv. "Unsere Gastgeberinnen und Gastgeber leisten jeden Tag enorm viel. Sie verdienen Respekt, Planungssicherheit und politische Rückendeckung", so Kaniber abschließend.
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