24.02.2026

Zukunft für Bayerisches Bier

Ministerin Michaela Kaniber lädt zum Runden Tisch. Foto: Nadine Keilhofer/StMELF

Die bayerische Brauwirtschaft steht unter Druck: Sinkender Bierabsatz, steigende Betriebskosten und strukturelle Veränderungen treffen auch kleine und mittelständische Traditionsbrauereien. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat deshalb die gesamte "Wertschöpfungskette Bier" – von Hopfen- und Braugerstenerzeuger über die Brauer bis hin zu Handel und Gastronomie – zu einem Runden Tisch eingeladen.

"Die bayerische Brauwirtschaft ist ein unverzichtbarer Partner unserer Hopfen- und Gerstenerzeuger. Und Bayerisches Bier ist weit mehr als ein Getränk. Es ist gelebte Tradition, Heimat und Identität. Es gehört zur kulturellen Identität Bayerns und jedes Glied in der Wertschöpfungskette muss seinen Beitrag dazu leisten, dieses wertvolle Kulturgut auch in Zukunft zu erhalten. Mir ist es wichtig, das Ohr nah an der Praxis zu haben und bestmöglich zu unterstützen", erklärte Kaniber.

Vielfältige Maßnahmen zur Unterstützung der Branche

Die Ministerin machte deutlich, dass das Bayerische Landwirtschaftsministerium die Branche bereits mit vielfältigen Maßnahmen unterstütze. Dazu zählten unter anderem Investitionsfördermaßnahmen wie etwa VuVregio, von der besonders kleine, regional verankerte Brauereien profitieren können, wenn sie sich zum Beispiel Entalkoholisierungsanlagen anschaffen möchten. Das stärke die Innovationskraft dieser Betriebe auch im Bereich alkoholfreier Biere. Die Absatzförderung im In- und Ausland, zum Beispiel für die hochwertigen, EU-herkunftsgeschützten Bierspezialitäten, trage zur Erschließung neuer Absatzmärkte bei. Die weiteren Angebote des Ministeriums zielten auf die Wahrnehmung und Wertschätzung besonderer Qualitätsprodukte ab und unterstrichen so die Einzigartigkeit Bayerischen Biers. Hinzu kämen gezielte Impulse für vitale Dorfstrukturen im Rahmen der Ländlichen Entwicklung. All das solle die heimische Braukultur und die regionale Qualitätsausrichtung erhalten.

"Zusätzlich hat sich der Freistaat dafür stark gemacht, dass das Bayerische Bier als Imageträger und Türöffner auch in der neuen Agrarexportstrategie des Bundes besonders berücksichtigt wird. Um in einem verantwortungsvollen, altersgerechten und genussvollen Rahmen über bayerische Bierkultur zu informieren, werden wir zudem eine Branchenkampagne unterstützen", so Kaniber weiter.

Tradition und Innovation

"Bayerisches Bier" ist seit 2001 von der Europäischen Union als geschützte geographische Angabe (g.g.A.) als traditionelle Spezialität und Qualitätsprodukt anerkannt. In diesem Zusammenhang lobte Kaniber die Positionierung und Innovationskraft der Brauereien: "Tradition und Innovation schließen sich bei uns in Bayern keineswegs aus. Viele haben den Trend zu alkoholfreien und alkoholreduzierten Bieren, neuen, auch funktionalen Mischgetränken und regionaler Produktion erfolgreich aufgegriffen und sich im Sortiment breiter aufgestellt", erklärte die Ministerin.

Trotz rückläufigem Gesamtbierabsatz bewege sich die Branche im Freistaat weiterhin auf einem hohen Niveau. "Wir haben in Bayern vergleichsweise gute Rahmenbedingungen, um unsere starke Position im Qualitätssegment zu halten und auszubauen. Massenware ist austauschbar. Bayerisches Bier nicht. Nutzen Sie dieses Pfund, bleiben Sie authentisch. Der Freistaat steht fest an Ihrer Seite", sagte die Ministerin abschließend.

www.bayerisches-bier.de

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