07.08.2026

Elf-Punkte-Programm für mehr Wachstum

Foto: DZG

Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) hat ein Elf-Punkte-Programm zur Stärkung der Gastwelt vorgestellt. Das Maßnahmenpaket umfasst Vorschläge zu Steuern, Arbeitsmarkt, Investitionen und Bürokratieabbau und soll nach Angaben der DZG Wachstum, Beschäftigung und Konsum fördern.

Mit einem Elf-Punkte-Programm will die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) nach eigenen Angaben Impulse für mehr Wachstum in Hotellerie, Gastronomie, Foodservice, Tourismus und Freizeitwirtschaft setzen. Hintergrund sei die anhaltende wirtschaftliche Stagnation in Deutschland. Die Gastwelt sei aufgrund ihrer starken Ausrichtung auf die Binnennachfrage vergleichsweise widerstandsfähig gegenüber internationalen Krisen und könne unter passenden politischen Rahmenbedingungen zusätzliche Wachstumsimpulse liefern.


"Unter den richtigen politischen Rahmenbedingungen kann die Gastwelt zu einem noch stärkeren Wachstumstreiber werden. Diese Chance sollte die Bundespolitik jetzt unbedingt nutzen und unseren Dienstleistungssektor mit seinen 6,1 Mio. Beschäftigten gezielt unterstützen", sagt DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge.


Zu den zentralen Forderungen zählt eine dauerhafte Absicherung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes auf Speisen und Beherbergung. Zudem spricht sich die DZG dafür aus, den ermäßigten Steuersatz auch auf alkoholfreie Getränke auszuweiten. Gleichzeitig fordert die Denkfabrik den Verzicht auf neue konsumdämpfende Sonderabgaben wie Verpackungssteuern oder eine Ausweitung der City-Tax sowie steuerliche Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen. Als mögliche Maßnahme wird eine Lebensmittel-Entlastungspauschale in Höhe von 300 Euro für einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige vorgeschlagen.


Im Bereich Arbeit plädiert die DZG für die schnelle Einführung einer flexiblen Wochenarbeitszeit sowie praxistauglicher Ruhezeit- und Schichtmodelle. Außerdem fordert sie den Erhalt der bisherigen Minijob-Regelung. Nach Angaben der Denkfabrik wären allein in der Gastwelt zwischen 1,1 und 1,5 Mio. Beschäftigte von einer Abschaffung betroffen.


Weitere Vorschläge betreffen die Gewinnung internationaler Fachkräfte durch beschleunigte Visa- und Anerkennungsverfahren, Investitionsanreize für Digitalisierung, Robotik und Klimatechnik sowie den Abbau bürokratischer Belastungen. Dazu zählen unter anderem eine staatliche Investitionsprämie, beschleunigte Abschreibungen, niedrigere Energiekosten, ein dreijähriges Moratorium für neue Steuern und Berichtspflichten sowie bundesweit einheitliche digitale Verwaltungsverfahren. Darüber hinaus setzt sich die DZG für eine steuerliche Gleichbehandlung von Hotel-Pachtbetrieben ein.


"Unser Land stagniert seit Jahren. Wir müssen daher jetzt vor allem den Binnenkonsum ankurbeln. Das gelingt nur mit steuerlichen Entlastungen, die die Menschen wirklich in ihrer Geldbörse spüren", betont Klinge. Mit Blick auf die geplanten Steuerreformen der Bundesregierung reichten die vorgesehenen Entlastungen nach Einschätzung der DZG nicht aus, um Kaufkraft und Konsum nachhaltig zu stärken.


Das vollständige Elf-Punkte-Programm können Sie hier herunterladen.


www.zukunft-gastwelt.de