25.09.2026

Kampagne für Minijobs geht weiter

Die Verbände erhöhen in der Minijob-Debatte weiter den Druck. Einen Tag nach den gemeinsamen Forderungen aus Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft hat der Dehoga Bundesverband die Plattform minijobs-erhalten.de gestartet. Der Dehoga Bayern unterstützt die Kampagne und warnt vor steigenden Belastungen für die Betriebe.

Mit der neuen Plattform setzt der Dehoga seine bundesweite Kampagne "Minijobs erhalten!" fort. Sie bündelt politische Vorhaben, Fakten und Forderungen des Verbandes, einen Minijob-Check sowie Originaldokumente und Belege. Zudem sollen Minijobber und Unternehmer schildern, welche Bedeutung diese Beschäftigungsform für sie hat und welche Folgen höhere Belastungen hätten.


Dehoga Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer unterstützt die Initiative. "Wer sich zum Minijob bekennt, muss ihn auch bezahlbar halten", erklärt sie. Die diskutierten und teilweise bereits beschlossenen Verteuerungen würden in ihrer Summe zu einer "faktischen Abschaffung der Minijobs" führen.


Nach Berechnungen des Dehoga könnten die Arbeitgeberabgaben für gewerbliche Minijobs von derzeit 31,17 auf 42,27 % des Lohns steigen. Für Arbeitgeber im Gastgewerbe rechnet der Verband mit zusätzlichen Arbeitskosten von fast 72 Millionen Euro pro Jahr.


Bundesweit arbeiten fast sieben Millionen Menschen in einem Minijob. Für knapp 95 % handelt es sich nach Angaben des Verbandes um einen Hinzuverdienst oder zusätzliche Arbeit.


Im Gastgewerbe sind Minijobs laut Dehoga insbesondere für Einsätze am Abend, an Wochenenden und bei Veranstaltungen von Bedeutung


minijobs-erhalten.de