25.09.2026
Ralf Schwarz vom Bezirk Unterfranken, Präsidentin des Fränkischen Weinbauverbands Barbara Becker, Beate Leopold vom Weinbauring Franken und Dr. Matthias Mend von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ( v. l.) stellten im Weingut am Kreuzberg in Nordheim die Bilanz zur Weinlese 2026 vor. Foto: studio zudem / Fränkischer Weinbauverband
Früh gestartet und schnell abgeschlossen: Die Weinlese 2026 war nach Angaben des Fränkischen Weinbauverbands die früheste und kürzeste, die es im Anbaugebiet bislang gab. Erwartet werden 320.251 Hektoliter Weinmost – deutlich weniger als 2025.
Trockenheit und hohe Temperaturen haben das Weinjahr in Franken geprägt. In einigen Weinbaugebieten fielen von Januar bis September mit 225 Litern nur rund 50 % des langjährigen durchschnittlichen Niederschlags. Gleichzeitig beschleunigte die Witterung die Entwicklung der Reben: Zwischen Blüte und Lesereife lagen nur 85 Tage. Am 1. September war die Lesereife erreicht – 18 Tage früher als im langjährigen Mittel.
Entsprechend früh begann die Ernte. Teilweise waren bereits Ende August Lesemannschaften und Vollernter im Einsatz. Bis in die dritte Septemberwoche hinein brachten die rund 2.800 fränkischen Winzer ihre Trauben ein.
"Dieses Jahr hatten wir gleich zwei Superlativen: die früheste und kürzeste Weinlese, die es je im Weinanbaugebiet Franken gegeben hat", sagt Barbara Becker, Präsidentin des Fränkischen Weinbauverbands. Sie zeigt sich mit der bisherigen Qualität zufrieden: "Was in den Kellern blubbert, stimmt mich sehr zuversichtlich."
Die geringere Menge zeichnet sich inzwischen deutlich ab. Experten rechnen mit einem durchschnittlichen Ertrag von 55 Hektolitern je Hektar nach 72 Hektolitern im Vorjahr. Die erwartete Weinmosternte liegt bei 320.251 Hektolitern; 2025 waren es 432.184 Hektoliter. Das durchschnittliche Mostgewicht beträgt 89 Grad Oechsle. Endgültige Zahlen liegen erst nach Auswertung der Weinerzeugungsmeldung vor.
Für den Jahrgang erwartet Becker "sortentypische, aromatische Frankenweine" mit klarer Struktur und Langlebigkeit. Zu einer guten Aromenentwicklung hätten insbesondere die kühlen Nächte im August beigetragen.
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